Der SV Siegfried scheidet im Viertelfinale aus

Am Ende blieb das erhoffte Wunder für den SVS leider aus. Nach der 7:14 Heimniederlage im Vorkampf wollte man im Rückkampf gegen den ASV Mainz 88 noch einmal alles probieren, um den sieben Punkterückstand umzudrehen, doch auch im zweiten Duell erwiesen sich die Mainzer als das stärkere Team. So musste man sich auch auswärts klar mit 7:18 geschlagen geben.

Während Mainz ins Halbfinale einzieht, ist für den SV Siegfried Hallbergmoos im Viertelfinale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft nun Endstation. Doch trotz der etwas überraschend hohen Niederlage verkauften sich die Ringer des SVS teuer und gaben im letzten Kampf der Saison noch einmal alles.

Am Ende wollte es eben nicht reichen, die Mannschaft um das Trainergespann Rene Stange und Markus Niedermair kann aber dennoch sehr stolz über das in dieser Saison geleistete, in die nun wohlverdiente Pause gehen.

Der SVS konnte gegen die erneut sehr starken Mainzer zwar drei Einzelsiege einfahren, doch schon zu Beginn des Abends zeichnete sich ab, dass es mit der großen Überraschung wohl nichts werden würde. 

Im leichtesten Limit bis 57kg Greco erwischte Anders Rönningen gegen Cihat Liman zwar einen optimalen Start und führte mit 5:0, doch im Laufe des Kampfes wurde er mehrmals benachteiligt und so wurde sein Gegner immer stärker und konnte dieses Duell noch klar mit 14:5 für sich entscheiden.

Bis 130kg Freistil traf Richard Csercsics auf Gabriel Stark. In einem hochklassigen Kampf mit vielen tollen Aktionen hatte der Heimringer das glücklichere Ende und entschied diese spannende Auseinandersetzung knapp mit 12:11 für sich.

Bis 61kg Freistil bekam es Thomas Kopp mit Ilir Sefaj zu tun. Auch er kämpfte verbissen gegen diesen sehr unangenehmen Gegner und wurde bei seiner 3:11 Niederlage etwas unter Wert geschlagen.

Bis 98kg Greco kam es wie schon in der Vorwoche zum Duell zwischen Vilius Lauriniaitis und Etka Sever. Doch dieses Mal drehte der Hallbergmooser den Spieß und konnte sich erfolgreich revanchieren. Beim Stande von 4:4 siegte er aufgrund der höheren Wertung.

Bis 66kg Greco standen sich Manrikos Theodoridis und Dawid Ersetic gegenüber. Trotz eines 0:3 Rückstandes kämpfte er weiter und konnte so am Ende noch verdientermaßen it 8:3 gewinnen, wobei sein Gegner eigentlich schon auf beiden Schultern lag. Damit ging es mit einer 7:3 Führung für Mainz in die Pause, die Chancen auf ein Weiterkommen waren hier bereits auf ein Minimum geschrumpft.

Anschließend ging es bis 86kg Freistil mit dem Duell zwischen Ergün Aydin und Johannes Deml weiter. Auch an diesem Abend erwischte er nicht seinen besten Tag und musste sich seinem Kontrahenten mit 0:3 Punkten geschlagen geben.

Bis 71kg Freistil hatte Manuel Striedl gegen den Deutschen Meister Niklas Dorn eine schwere Aufgabe vor der Brust. Nichtsdestotrotz zeigte er eine kämpferisch gute Leistung und konnte bei seiner 0:13 Niederlage immerhin ein vorzeitiges Kampfende verhindern.

Leichter hatte es dagegen Alex Kessidis bis 80kg Greco gegen Muhammet Yasin Yeter. Gegen diesen sehr kleinen und bulligen Gegner war er stets Herr der Lage und siegte so auch verdient und überlegen mit 15:0 Punkten.

Bis 75kg Greco traf Michael Prill auf Ruhullah Gürler. Er ging zwar mit 2:0 in Front, musste sich aber im Verlaufe des Kampfes seinem immer stärker werdenden Gegner beugen und unterlag mit 3:9 Punkten.

Im letzten Kampf des Abends bekam es Andreas Walter bis 75kg Freistil mit dem bärenstarken Timur Bizhoev zu tun. Gegen diesen hochklassigen Gegner kämpfte er zwar gut mit, wurde aber dennoch vorzeitig mit 15:0 Punkten geschlagen.

Dies war dann auch der Schlusspunkt an diesem Abend. Die grandiose Saison des SVS endete damit im Viertelfinale gegen Mainz. Zwar waren Ringer und Betreuer kurz nach dem Kampf natürlich etwas enttäuscht über das Ausscheiden, doch dies legte sich mit der Zeit, da das Erreichen der Endrunde zweifelsohne einer der größten Erfolge der letzten Jahre ist.